Data Envelopment Analysis - 0 

Die Data Envelopment Analysis (DEA) ist eine pragmatische Methode, um die relative Effizienz im Rahmen von Benchmarks zu messen, selbst wenn nicht-monetäre Maßgrößen herangezogen werden.

Dieser Artikel wird zunächst ein Ziel festlegen. Anschließend wird die DEA in aller Kürze vorgestellt. Aufbauend auf diese Erkenntnisse wird ein Bewertungsschema entwickelt, das die gesammelten Rohdaten (hier nicht einsehbar) zu Informationen unterschiedlicher Art und Güte zu aggregieren imstande ist. Zum Abschluss werden erste gewonnene Informationen genutzt, um konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

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Bürgerversicherung und Kopfpauschale - 0 

Die Finanzierung des Gesundheitssystems in Deutschland basiert auf Annahmen, die heute nicht mehr gelten; eine Umgestaltung ist also dringend geboten. Obwohl das Anfang 2007 verabschiedete Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV ab 2009 einen Gesundheitsfonds zur Finanzierung vorsieht, ist aufgrund der breiten Kritik wahrscheinlich, dass eine weitere Diskussion angestoßen werden wird.

Im Folgenden werden mit der Gesundheitsprämie (in der Variante des CDU-Parteitages 2004) und der Bürgerversicherung (in der Variante der Rürup-Kommission 2003) zwei alternative Modelle vorgestellt.

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Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich - 0 

Im System der Gesetzlichen Krankenversicherungen besteht ein Kontrahierungszwang (jeder willige Bürger muss aufgenommen werden) sowie ein Diskriminierungsverbot (risikoäquivalente Prämien sind nicht erlaubt). Ohne einen Ausgleichsmechanismus wäre jede Krankenkasse bestrebt, nur gesunde Menschen zu versichern. Um diesen Anreiz abzumildern, wird der Risikostrukturausgleich eingesetzt. Die folgenden Ausführungen zeigen Ziele und die Implementierung dieses Instruments; zudem wird die kommende Weiterentwicklung zu einem stärker an der Morbidität orientierten Ausgleich diskutiert.

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Maya-Überschock - 0 

Uxmal, Kabáh, Labná, an einem Tag. Der Maya-Überschock (oder “uber-shock” wie der Gringo-Tourist sagt). Danach wollten wir noch die wichtigsten Stationen der “Ruta de los Conventos” anfahren, dazu noch eine kleine Tropfsteinhöhle. Wurde aber doch zu spät.

Bislang war es der schönste Tag diese Woche. Wieso? Ich habe das “wahre” Chichén Itzá gesehen, Uxmal nämlich. Noch so richtig im Dschungel, fast ohne weitere Besucher, und nur einem einzigen Touriführer, der in schlechtem Englisch so ziemlich alles erzählen kann - die Amis glauben’s eh. Zum Beispiel, dass die quaderförmigen Steine ein echtes Kunststück waren, präzise gehauen und von stille Zeugen einer verlebten (eher geschlachteten) Hochkultur. Nur die Älteren der Anwesenden erinnern sich wahrscheinlich an Ben Hur (aka Charlton Heston), oder an Kaiser Nero, auch bekannt unter seinem mondänen Namen Peter Ustinov. Aber was war schon das Alte Rom vor zweitausend Jahren gegen diese schiere Willenskraft der Maya, riesige Gebäude mit winzigen, kleingeteilten Räumen ohne Fenster zu bauen. Nur bei den kunstvoll verzierten Fassaden konnten die Europäer vielleicht - ich schreibe bewusst vielleicht - mithalten. Das mit den fehlenden Fenstern ist übrigens kein Witz. Befindet man sich in einem der schlecht belüfteten, noch schlechter belichteten Räume, wähnt man sich in einer Höhle. Es stinkt modrig, nicht nur in allen Ecken - überall - liegen Vogelexkremente (immerhin die reflektieren Licht), die Decken sind für den modernen Mann von 1,80 m Höhe nur in der Raummitte ausreichend. Behaglich ist das nicht. Ich würde da lieber in einer Hängematte zwischen zwei riesigen Bäumen meine Nacht verbringen (ähm, vielleicht in einigen Situationen nicht).

Uxmal ist so ziemlich, wie ich mir Tags zuvor Chichén Itzá vorgestellt hatte. Zwar ist der Eingangsbereich auch ausgebaut, aber längst nicht so ausgeprägt. Nach einer antiken Zisterne (Touriführer: “Ein wahres Kunstwerk, ein Meilenstein in der Technikentwicklung MIttelamerikas!”) baut sich gewaltig, ungewöhnlich rund, und etwas asymmetrisch die Sonnenpyramide auf. Fast so groß wie Chichzén Itzá, aber tausend Mal schöner, da von grünem Laub umgeben und nicht von bunt gekleideten Menschen. Unsere Entdeckungstour durch den schwülen Wald (es hat vor Kurzem erst geregnet, jetzt flimmert die Sonne durch die Wolken) führt uns an weitere geschichtsträchtige Orte. Genauere Infos gibt Wikipedia, ich möchte nicht rezitieren.

Wir laufen an einem alten Ehepaar vorbei, vielleicht ein deutsches, das nach Kanada auswanderte. Sie reden mal Englisch, mal Deutsch. Der Frau fehlt der rechte Arm. Sie essen ihre Stulle, und wir riechen die beißende, reizende Fäule aus den nahen Höhlenbauten. Dann weiter, vorbei an drei Sektenmitgliedern, die an diesem (ich spekuliere) energiegeladenen Ort ihr neuestes Mitglied einweihen. Vielleicht opfern sie sich danach kollektiv; besser wär’s. Was gibt’s noch? Viele Leguane, an einer Ecke zähle ich sieben. Welch magische Zahl. Vielleicht ist an den Energiefeldern doch was dran.

Der Ausblick auf die “unberührte” Natur vom Gipfel einer Pyramide ist meisterlich, wie im neusten Indy Jones (oder Jurassic Park); oder, wie in der Realität. Dann geht’s ab in unseren Jeep („Greens go!“ meine ich zu hören), und auf nach Kábah. Nicht weiter spektakulär, wir unterhalten uns über gleichzeitig Triviales und Wichtiges (wer es errät, kriegt ein T-Shirt geschenkt). Eigentlich ist auch diese Stätte spannend, aber wir haben Uxmal schon hinter uns. Auch Labná kann uns nicht wirklich begeistern, so studieren wir (ich sollte vielleicht erwähnen: Filip und ich) die Flora und Fauna dieser ausgedehnten archäologischen Stätte.

Dann aber eine Überraschung - das Tor von Labná. Solitär steht es da, von nichts umgeben als grün wuchernder Natur und einigen Schmetterlingen. In Jeans und Sneaker schreite ich durch, und fühle mich doch wie ein Entdecker.

Der Glöckner von San Antonio de Padua - 0 

Der Rückweg von Chichén Itzá war verregnet. Ich meine so richtig verregnet. Links und rechts neben der Straße schlugen die Bäume um sich, und Wassermassen verwandelten unser Auto in eine sonore Trommel.

Die Landschaft wurde immer dann interessant, als wir eines der kleinen Städte, eher Dörfer, passierten. Die Häuser sind wirklich ärmlich, und ich kann mir vorstellen, dass sich die Menschen ein Leben in Villareal, Mérida, oder noch weiter weg wünschen. Oder auch nicht. Etwas Malerisches haben diese Siedlungen allemal.

Unser Ziel auf dem Rückweg ist Izamal, eine alte Maya-Stadt aus dem fünften Jahrhundert. Die europäischen Missionare jedoch haben fast alles Antike zerstört und eigene Herrschaftssysmbole an ihrer statt errichtet. Am bemerkenswertesten ist das Kloster (”convento”) San Antonio de Padua, ein in ockergelb gehaltener Bau aus dem 16. Jahrhundert. Zu seiner Zeit hatte es wohl das größte Atrium der Welt. Zugegeben ist das etwas geschummelt. In Wirklichkeit handelt es sich um die äußere Mauer, die nach innen einige Meter überdacht ist. Bis auf diesen Bereich ist das Atrium nicht bepflastert, also eher ein Innenhof.

Gemeinerweise steht das Kloster exakt an der Stelle einer Maya-Pyramide, aber es geht noch fieser: Es wurde aus dem Steinen dieser Kultstätte errichtet. Das nennt man wahren, sprich ignoranten und überheblichen Kolonialismus.

Also besuchen wir im Regen San Antonio de Padua. Kaum betreten wir die Innereien dieses invasorischen Objekts, gesellt sich ein kleiner, älterer, sehr buckliger Mann zu uns. Er trägt eine braune Stoffhose und ein beiges Hemd, dazu eine goldene Uhr und eine passende Kette. Sein Gesicht ist nicht ganz symmetrisch, was das Klischee perfekt bedient. Etwas unverständlich fragt er Erika, ob wir Deutsche seien. Wir bejahen. Dann setzt er an, uns durch das Gebäude zu führen. Seine Formulierungen sind größtenteils unverständlich, eine gespentische Mischung aus Deutsch, Spanisch und Englisch. “Siebzehnhundertdreiundneunzig” kommt ihm wie alle anderen Jahreszahlen akzentfrei über die Lippen, genauso “Franziskaner” sowie andere Wörter und Satzbrocken. Vielleicht hat er vor langer Zeit gelernt, Führungen in mehreren Sprachen zu halten, und vermischt jetzt die Drehbücher. Oder aber er improvisiert und spricht tatsächlich Deutsch und Englisch. Der Mann führt uns Treppen hinauf und hinab, erläutert die verblassten Bemalungen an Durchgängen; schließlich kommen wir in einem purpurrot und golden verzierten Gebetsraum. Mitten in der Kargheit ein Raum wie aus einer Herrschaftsresidenz. Zum Schluss sehen wir das Kirchenschiff. Eine merkwürdige Führung.

Ein Mann und sein Motorrad

Ein verwilderter Innenhof

San Antonio de Padua

Siesta auf Mexikanisch




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