Wo auch immer mehr als zwei Mexikaner auf etwas warten, bilden sie eine Schlange. Es ist eine meditative Übung, keine Pöbeleien, keine Drängler, keine Schubser, keine Nörgler, keine Witze, keine „Ich bin schwanger/ alt/ wichtig/ schon länger hier als du/ krank/ in Eile“-Sprüche. Sich zu unterhalten scheint nach Schlangestehenknigge streng verboten. „Man“ wartet einfach, wird für die Minuten des Ausharrens seltsam still. Hielten Menschen Winterschlaf, sähen sie währenddessen so aus wie Mexikaner beim Schlangestehen. Nur eben liegend und mit geschlossenen Augen.
Update (02. Juli 2008): Ich bin zutiefst schockiert. Da hat tatsächlich eine Mexikanerin versucht, sich in einer Schlange vor mich zu schieben. Ich wartete bei Cablecom, einem Kabelnetzbetreiber, darauf vom Kundendienst empfangen zu werden. Ich wartete - mittlerweile geübt - geduldig. Dann die Attacke: vierzigfährig, kettenrauchend, untersetzt, schlecht gekleidet (alte und in heller Vorzeit weiße Turnschuhe!) rollte der Angriff auf mich zu. Die Situation war zwar schnell geklärt, aber eine Grundwahrheit wurde erschüttert.




Mi primito!!!!!! Haha… das sind also so deine Eindrücke aus México! Oh man, ich muss dir da bei vielem sehr Recht geben. Ich hoffe dir gefällt’s trotzallem… trotz Unordnung in Regalen und Haargel und so
Un abrazo desde acá! Que te lo pases muy chido!!!