Bin heute angekommen. Mit Fieber. Im Dschungel von Mexiko City. Die Stadt ist so ziemlich, wie ich sie mir vorstellte: Alte Autos überall (vor allem US-amerikanische Modelle), Palmen, verrostete Schilder. Arturo war so nett, mich abzuholen vom Flughafen.
(Der Flug war furchtbar. Offenbar hatte ich mir in der letzten Nacht in Berlin noch eine fette Grippe eingefangen. In Amsterdam bin ich drei Mal durch die Kontrolle gelaufen, weil ich immer wieder etwas Metallenes in meinen Taschen vergessen hatte… Blödes Fieber, das macht so dusselig. Nach drei Stunden Flug - KLM - bekam ich endlich meinen ersten Tee. Nach fünf Stunden wünschte ich mir, das Flugzeug stürzte ab. Nach sechs Stunden über New York. Nach zehn Stunden fünfundvierzig Minuten in Mexiko City.)
Nervig sind die “topas” alle paar Meter. Diese Bumpers zwingen den gemeinen Autofahrer zum Abbremsen auf Schrittgeschwindigkeit. Danach wird wieder kräftig beschleunigt - achtzig oder so - bis zum nächsten Hindernis. Dieses Spiel hält zwar wach, bedingt durch die Kräfte in der Horizontalen (beim Verzögern und Beschleunigen) wie Vertikalen (beim Überfahren der topas), kostet aber auch wahnsinnig viel Sprit, kann ich mir vorstellen. Für die Achsen sind sie sicher auch eine Belastung.
Das Gebiet rund um den Zócalo ist wirklich schick: Starbucks, Seven Eleven und Zara. Nebenbei noch Parlament, Kathedrale, Metro, Justiz, und viel Polizei. Hier fährt sie immer mit Blaulicht; immer.
Der Platz der drei Kulturen ist auch bemerkenswert. Ich weiß zwar nicht, welche die dritte Kultur ist (Update: die Hochhäuser außen rum), aber Pyramidenreste und verkommene Kirche an einem Ort sind schon toll!
Arturos Zuhause, wo ich übernachte, ist wohl typisch für diese Stadt: Ein handgemachtes, immer wieder erweitertes Heim, und die Eingangstür führt direkt zum Wohnzimmersofa. Und sie haben WLAN! Der Tag ist gerettet. Jetzt noch ein Bier und Whisky.



